Jean‑Marc Toussaint wurde im Osten Frankreichs geboren und spielt seit seinem 14. Lebensjahr E-Bass. Sein Onkel führte ihn an Reggae und Zouk heran; ein Freund stellte ihm die Band Weather Report vor, und bald spielte er „the chicken“ von Jaco Pastorius. Es folgten zahlreiche Erlebnisse in der Kulturszene, in Vereinen und bei der Organisation kultureller Veranstaltungen; er studierte Sozialarbeit und interessierte sich für die Verbindungen zwischen musikalischer Tätigkeit und sozialer Integration.
2001 entschied er sich, auszuwandern, und landete erfolgreich in Berlin. Dort schrieb er den französischsprachigen Blog „Jazz à Berlin“, in dem er seine musikalischen Entdeckungen teilte – das brachte ihm eine monatliche Radiosendung beim Pariser Sender TSF ein. 2010 gründete er die „Agency for New Music: Jazz and Beyond“, um kreative Künstler wie, unter anderen, Wanja Slavin, Samuel Blaser, Joel Harrison und Dejan Terzic zu fördern. Er arbeitete für zahlreiche Labels, darunter Abalone Productions des Geigers Régis Huby, organisierte viele Konzerte in Berlin, kooperierte mit dem Verein Jazzkeller im Club Aufsturz in Berlin und war für ein Pariser Festival tätig.
Aus dieser pulsierenden Kreativwelt heraus richtet er nun sein Augenmerk stärker auf Wurzeln und Tradition. Was bedeutet es, irgendwoher zu kommen, wenn man in einem fremden Land lebt? Bedeutet „Fremder sein“ automatisch, seltsam zu sein?
Funda Oral-Toussaint ist in Isparta in Anatolien, Türkei, geboren. Sie hat zuerst Französisch gelernt (an der Galatasaray-Schule in Istanbul) und dann an der Marmara-Universität Betriebswirtschaft auf Englisch studiert. Sie hat die Musikschule Sulukule für Kinder und Jugendliche der Roma-Gemeinschaft im gleichnamigen Stadtteil gegründet und über zehn Jahre lang geleitet. Danach hat sie sich für Moderationstechniken interessiert, Open Space Technology, die großen Gruppen helfen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Sie hat den Preis für die Integration der Roma von der Europäischen Kommission bekommen und hat am internationalen Leadership-Programm für Besucher in den USA über Förderung des sozialen Wandels durch Kunst teilgenommen. Jetzt arbeitet sie als Kulturvermittlerin in sozialen Projekten.
Funda im Internet:
https://fundaoraltoussaint.com
Bauboom in Istanbul – Gentrifizierung auf Türkisch
http://urbanpassion.blogspot.com/2010/01/sulukule-reality-panel-discussion.html
Amel Mahouast wurde in Algerien geboren und wuchs in Frankreich auf. Nach ihrem Filmstudium und ersten Erfahrungen in einem Filmlabor in Paris verließ sie Frankreich und zog nach Montreal in Quebec, wo sie in der Film-Postproduktion arbeitete.
Anschließend verbrachte sie mehrere Jahre in Berlin, wo sie an verschiedenen Projekten mitarbeitete, unter anderem an der Seite von Jean-Marc. Parallel dazu war sie als freiberufliche Fotokünstlerin tätig und arbeitete auch in der Postproduktion von Werbefilmen. Ihre fotografischen Arbeiten fanden Beachtung und führten dazu, dass sie für mehrere Ausstellungen in Europa angefragt wurde.
Heute lebt Amel in Marseille, wo sie Mare Nostrum mit ihrer organisatorischen Beratung und ihrer unermüdlichen Unterstützung zur Seite steht.
https://www.amelmawast.com


